Das ABC des Christentums

July 13th, 2007

Das Buch Die Kirche im Kopf - Von ‘Ach Herrje!’ bis ‘Zum Teufel!’ klärt auf heiter-satirische Weise über das Christentum auf. Eine Kostprobe:

D
Dreifaltigkeit: Eine überaus seltene, von Gläubigen daher hoch gepriesene Form von „multipler Göttlichkeit”, etwa analog zum Krankheitsbild der „multiplen Persönlichkeit”. Wäre Gott ein Mensch, müsste man ihn wohl mit starken Psychopharmaka behandeln, denn die Geschichte, die seine Dreifaltigkeit über sich selbst zum Besten gibt, hat es in sich:

Ausgangspunkt war ein böser Streit mit einigen seiner Geschöpfe. Diesen Unfrieden wollte Gott beilegen – nachdem er es einige Male mit Massenvernichtungsaktionen versucht hatte (→ Sintflut, → Sodom und Gomorra) -, indem er sich selbst in die drei Segmente „Vater”, „Sohn” und „Heiliger Geist” aufspaltete und bei all dem dennoch ein und derselbe ungeteilte und seit jeher existierende Gott blieb. Dann sendete er einen Teil seiner Selbst (nämlich den Heiligen Geist) aus, um eine Jungfrau namens Maria (→ Leihmutter) zu befruchten (→ Missbrauch, sexueller), die neun Monate später einen weiteren Teil seiner selbst (nämlich den Sohn) zur Welt brachte (→ Klonen).

Der Gottessohn predigte eine Zeitlang in der Umgebung von Jerusalem, trieb Dämonen aus (→ Exorzismus) und vollführte gelegentlich kleinere Wunder. Seine eigentliche Bestimmung bestand aber darin, auf abscheuliche Weise hingerichtet zu werden, denn das hatten die Fantastischen Drei (Vater, Sohn und Heiliger Geist) von langer Hand geplant. Warum? Weil allein die Ermordung und Wiederauferstehung des zweiten Ichs (der Sohn) das erste Ich (Vater) über den Sündenfall hinwegtrösten konnte. Wahrscheinlich schüttelt sich der dritte im Bunde (der Heilige Geist) über die groteske Affäre bis heute noch vor Lachen. (hier noch etwas mehr).

Aus der Buchhandlung Denkladen.de.

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